Sind Skiversicherungen sinnvoll?

Wintersport hat nicht wenige Risiken, aber was leistet eine Skiversicherung überhaupt und brauchen Familien diese? Welche Versicherungen machen Sinn?

Die Risiken beim Skifahren

Die gute Nachricht ist, dass sich in den letzten 30 Jahren die jährlichen Skiunfälle halbiert haben.

Dass die Zahl weniger geworden ist, liegt vor allem an der verbesserten Ausrüstung.

Die schlechte Nachricht ist, dass gesetzliche Sozial- oder Krankenversicherung und auch die üblichen Haftpflicht-Versicherungen mögliche Schäden rund ums Skifahren höchstens teilweise beinhalten. Die meisten Versicherungsanbieter schließen Skifahren sogar als Risikosportart aus.

Wir raten deshalb, zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung und eine Unfallpolice abzuschließen, die Skiunfälle abdeckt. Auch eine gesonderte Haftpflichtversicherung, eine Krankenzusatzversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung können sinnvoll sein, um im extremen Schadensfall abgesichert zu sein. Ein Rundum-Sorglos-Paket gibt es allerdings nicht. Wie hoch die Risiken beim Skifahren sind, zeigt diese Grafik anschaulich.

Quelle: www.toptarif.de

Sehen Sie das Video "Welche Versicherung zahlt im Skiurlaub?"

Jedem kann es passieren, eine Sekunde unachtsam sein oder die unsanfte Begegnung mit einem Pisten-Rowdy: Unfälle gehören zum Skifahren dazu, doch ab hier kann es richtig teuer werden. Bergung per Hubschrauber, Krankenhausaufenthalt oder sogar bleibende Invalidität mit hohen Folgekosten können drohen. Der richtige Schutz springt ein, wenn die Ausrüstung gestohlen oder beschädigt wird oder beim Wintersport ein Haftpflichtschaden verursacht wird.

Mögliche Risiken beim Wintersport

Wenn Sie einen Ski-Unfall verursachen, müssen Sie für den Schaden aufkommen. Gut, wenn Sie eine private Haftpflichtversicherung haben. Zu deren Leistungen zählen ärztliche Behandlungen, Schmerzensgeld, Schadenersatz sowie Zahlungen bei bleibenden Schäden und Arbeitsausfällen.

Nicht nur die Zahl der Unfälle steigt, sondern auch deren Schwere. Damit Ihnen die Folgen eines Unfalls nicht auch noch finanziell auf den Magen schlagen, gehört eine Unfallversicherung unbedingt ins Gepäck. Neben Kosten für Rettung und Bergung übernimmt die Versicherung auch die Krankenhauskosten. Schon bei Beeinträchtigungen der körperlichen und geistigen Fähigkeiten ab 1 Prozent zahlt beispielsweise die Unfallversicherung der HanseMerkur. Ab 50 Prozent Invalidität gibt es eine Unfall-Rente, da die Folgen der Verletzung oft auch höhere Lebenshaltungskosten mit sich bringen.

Immer wieder werden Skier während des Après-Skis im Talbereich oder sogar aus dem Skiraum in der Unterkunft gestohlen. Versichert werden eigene und gemietete Ski samt Bindung und Helm. Bei manchen (hochpreisigen) Paketen sind auch Stöcke und Zubehör mitversichert. Allerdings gibt es oft auch eine Selbstbeteiligung spätestens, wenn die Ski zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren gestohlen werden.

Eine Reiserücktrittskostenversicherung ist ratsam, wenn der Zeitraum zwischen Buchung und Reiseantritt sehr groß ist. Es können mögliche Stornierungskosten für die Reise abgewendet werden, falls eine Reise unerwartet abgesagt werden muss. Bei Abbruch aufgrund eines Schadens, ist zu beachten, dass der Nachweis über den Abbruch der Reise sofort eingeholt werden muss. Da viele Hotel-Portale eine kostenlose Stornierung anbieten, und in der Regel der Skipass erst vor Ort gekauft wird, ist die Reiserücktrittskosten-Versicherung besonders bei Pauschalreisen, Flügen oder Reiseschnäppchen ohne Stornierungs-Möglichkeiten interessant.

Eine Versicherung gegen Schäden an der Ausrüstung ist meist Bestandteil eines Gesamtpakets. Gemietete und selbst gekaufte Skier und Skihelme kann dabei gegen Brüche und Beschädigungen versichern lassen. Bei teureren Versicherungs-Paketen sind auch Stöcke und Zubehör versichert. Die Ausrüstung wird dabei gleichzeitig gegen Diebstahl versichert. Diese Versicherung ist vor allem für Vielfahrer interessant, die mit hochpreisigem Material in den Skigebieten unterwegs sind.

Eine Rechtsschutz-Versicherung sichert vor allem die Wahrnehmung der rechtlichen Interessen gegenüber Dritten. Hotelbesitzer, Liftbetreiber oder fahrlässig handelnde Skifahrer können ohne weitere Kosten angezeigt werden, wenn es einen Schadensersatzanspruch gibt. Außerdem kann die Versicherung bei der Verteidigung von Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren eingesetzt werden. Sogar eine Kautionsleistung kann enthalten sein, wobei diese zurückgezahlt werden muss. Allerdings sollte überprüft werden, ob man bereits eine Rechtschutz-Versicherung besitzt.

Zu den wichtigsten Versicherungen beim Skifahren gehört die Auslandskrankenversicherung, die in jedem Fall vor der Reise abgeschlossen werden sollte. Beispiel: Herr Mustermann stürzt beim Skifahren ohne Handschuhe und zieht sich eine tiefe Schnittverletzung zu. Seine Wunde muss im Krankenhaus genäht werden. Die Kosten in Österreich liegen dafür bei über 300 Euro. Bei schweren Verletzungen würden weitere Kosten für die Rettung oder stationäre Behandlung hinzukommen. Im Vergleich dazu kostet die Auslandskrankenversicherung mit einem niedrigen Jahresbeitrag vergleichsweise wenig.

Für Freerider ist eine Abdeckung der Bergungskosten dringend zu empfehlen und lohnt sich selbst dann, wenn nur aller zehn Jahre ein durchschnittlicher Schaden auftritt – bei einem großen Schaden, wie zum Beispiel einer Hubschrauber-Bergung, sogar, wenn es einmal im Leben passiert. Denn eine Bergung kann über 10.000 Euro kosten, und die Kosten werden nicht von der Krankenversicherung übernommen.

Jeder wünscht sich die beste Versorgung ...

... wenn ein Unglück passiert ist.

So können Sie sich schützen:

Quelle: www.toptarif.de

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